Roboter in der Medizin


Die Zukunft in der Pflege und Medizin

Auch wenn wir es uns in vielen Bereichen, vor allem in der Pflege, schwer vorstellen können, moderne Technologien und Roboter werden zukünftig die Medizin prägen. Aber wo finden Roboter in der Medizin bereits heute Anwendung? Wird moderne Technologie dafür sorgen, dass wir immer gesünder werden? Und wird es wirklich möglich sein, dass Roboter die Pflege von Menschen übernehmen?

Sind Sie bereit für die Zukunft?

Eins ist sicher! Die chemische Pharmaindustrie hat ihre besten Tage schon hinter sich gelassen. Die moderne Wissenschaft im Gesundheitswesen macht bereits den nächsten Schritt – in Richtung Digitalisierung, Robotertechnik, Gentechnik und Nanotechnologie. Wir sehen einer wunderbaren Zukunft entgegen!

Roboter in der Medizin

Roboter im Operationssaal

Moderne Technologien im Gesundheitswesen

In keinem anderen Bereich entwickelt sich bereits heute der Fortschritt im Gesundheitswesen schneller. Gemeint ist die Digitalisierung. Das ist überall spürbar. Wir werden nahezu überschwemmt mit Gesundheits-Apps, elektronischen Patientenakten und digitalen Kommunikationssystemen.

Ein nicht zu unterschätzendes Risiko besteht dabei mit dem Umgang des Datenschutzes. Hier tragen alle Beteiligten und auch die Regierungen eine hohe Verantwortung. Deshalb sind von allen Verantwortlichen schnelle Konzepte gefragt, denn der Einzug moderner Technologien im Gesundheitswesen wird sich mit Sicherheit nicht aufhalten lassen.

Roboter im Operationssaal

Irgendwann werden Roboter sicherlich im Operationssaal tätig sein. Sie werden chirurgische Eingriffe und komplizierte Operationen wesentlich präziser und effizienter durchführen als Menschen dazu in der Lage sind. Sie brauchen auch keine Pausen und bei ihnen lässt auch die Konzentration nicht nach. Gleichzeitig werden die Eingriffe viel minimalinvasiver sein. Wo heute noch der ganze Brustkorb aufgemacht werden muss, reicht dann ein ganz kleiner Schnitt.

Das Ärzteteam wird dann lediglich nur noch Assistenz leisten und die Vorgänge überwachen, um notfalls eingreifen zu können. Ähnlich ist es ja heute schon beim Augenlasern. Wer konnte sich vor einigen Jahren schon vorstellen, dass moderne Lasergeräte Mikromillimeter genau die Hornhaut von Augen und somit Kurzsichtigkeit korrigieren können. Aber auch die Überwachung werden mit immer moderneren Technologien zunehmend die Roboter übernehmen. Sie sind es, die viel komplexere Datenmengen analysieren und verarbeiten können.

Neue Organe und Körperteile aus dem 3D-Drucker

Hier ist die Forschung bereits weiter, als viele denken. Besonders in den letzten beiden Jahren sind auf diesem Gebiet erstaunliche Fortschritte erzielt worden. So wurden beispielsweise elektronische Hilfsmittel erstellt, die querschnittsgelähmten Patienten wieder im aufrechten Gang Mobilität verschaffen. Oder künstliche Handgelenke, die von den Nervenzellen des Patienten gesteuert werden können. Ebenfalls ist es Wissenschaftlern bereits gelungen, künstliche Organe mit einem 3D-Drucker herzustellen.

Allerdings sind diese Technologien gegenwärtig für die breite Allgemeinheit, wegen der zu hohen Kosten, noch nicht realistisch. Aber das kann und wird sich sicherlich ändern. Mensch und Maschine verschmelzen immer mehr. Zugegeben, klingt ein bisschen gruselig, aber betrachten Sie es von einer anderen Seite. Vielleicht ist dies der nächste, bedeutende Schritt in der Evolutionsgeschichte. Warum sollen in der Zukunft nicht blinde Menschen mit künstlichen Augen ausgestattet und wieder sehen können? Und warum sollen nicht Roboter im OP das Gewebe eines Patienten analysieren und gleich vor Ort mit einem 3D-Drucker eine neue Niere oder ein neues Herz erstellen? Wir hätten auf einen Schlag kein Problem mehr mit Organspenden.

Die „Königsdisziplin“ = Nanoroboter

Stellen Sie sich vor, statt der Einnahme von Medikamenten nehmen Sie einen Cocktail mit Nanorobotern zu sich. Diese winzig kleinen Helfer werden dann in Bereitschaft versetzt. Bei den ersten Anzeichen einer Infektion oder krankhaften Veränderungen in unserem Körper werden sie dann aktiv. Sie greifen sofort schädliche Bakterien oder Viren an und vernichten sie oder reparieren schädliche Zellen. Krankheiten, wie Krebs oder Multiple Sklerose gehören dann der Vergangenheit an. Wir werden dann viel gesünder sein – unsere Lebenserwartung wird erheblich steigen.

Psychische Erkrankungen

Das menschliche Gehirn ist für die Wissenschaft wohl eines der komplexesten Gebilde im ganzen Universum. Unsere Forschung steht nach wie vor noch ganz am Anfang. Doch zunehmend verstehen wir viele Vorgänge im menschlichen Gehirn immer besser. So können Wissenschaftler heute schon durch elektrische Stimulationen in bestimmten Hirnregionen deutliche Leistungssteigerungen bei Menschen erzielen. Und wer weiß? – Vielleicht werden eines Tages auch Nanoroboter in der Lage sein, inaktive Gehirnzellen wieder zu reparieren. Dann gehören die Zeiten von Parkinson, Alzheimer und Demenz endlich der Vergangenheit an.

Wo werden Roboter heute schon eingesetzt?

Bereits heute sind Roboter im Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Sie verrichten wertvolle Dienstleistungen. Beispielsweise transportieren sie Blutkonserven, Wäsche oder Essen. Ebenfalls können sie bereits Blutproben analysieren und Medikamente mischen.

Und ja, sie unterstützen heute schon Ärzte beim operieren. So gehören das Da-Vinci-Chirurgiesystem mit seinen vier Roboterarmen oder das Renaissance-System von Mazor Robotics heute schon einigen Operations-Teams an. Allerdings noch eher als unterstützendes Werkzeug für die Ärzte. Aber das wird sich schon in naher Zukunft ändern.

Aber Roboter in der Pflege? – Schwer vorstellbar!

Ein Mensch soll von einer Maschine gepflegt werden? – Da sträuben sich sicherlich bei allen Lesern gleich die Haare. Und tatsächlich – gegenwärtig können Roboter vielleicht als Hilfe im Haushalt von Nutzen sein. Vielleicht können sie in absehbarer Zukunft auch bei der Grundpflege und bei der Behandlungspflege unterstützen. Deshalb werden Roboter schon ziemlich bald auch in der Pflege Anwendung finden.

Die ersten Roboter, die zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden, gibt es ja bereits. Vor allem in Japan findet man sie. Und die Erfolge sind durchaus sehr vielversprechend. Ein Beispiel ist hierfür Paro – die Roboter-Robbe (siehe hier).

Aber kann ein Roboter wirklich voll und ganz eine Pflegekraft ersetzen? Einen Menschen zu betreuen bedeutet doch weit mehr. Es bedeutet, ihm Liebe, Zuneigung und Vertrauen zu schenken – das wird für lange Zeit weiterhin wohl nicht möglich sein. Hier bedarf es Künstlicher Intelligenz (KI). Ein Roboter, der sich auf menschliche Emotionen einstellen kann. Aber auch das wird irgendwann einmal möglich sein.

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