24 Stunden Betreuung zuhause

Eine 24 Stunden Betreuung im eigenen Zuhause

Zum Pflegefall kann jeder werden. Dabei wollen Betroffene immer mehr zuhause betreut werden. Schließlich kann jeder, der eine 24 Stunden Betreuung zuhause in Anspruch nimmt, weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen. Und das in den eigenen vier Wänden. Ohne den oft ungeliebten Umzug in ein Pflegeheim.

Wann ist eine 24 Stunden Betreuung sinnvoll?

24 stunden betreuung zuhause

Eine Pflegekraft für die 24 Stunden Betreuung zuhause.

Es kann so schnell gehen. Plötzlich erleiden Menschen einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt. Andere erleiden einen Unfall und sind schlagartig in ihrer Mobilität eingeschränkt. Auch Kranheiten wie Krebs, Parkinson und Multiple Sklerose sind auf dem Vormarsch. Ebenfalls erkranken ältere Menschen zunehmend an Demenz und Alzheimer. Infolgedessen sind sie dann oft nicht mehr in der Lage, die gewöhnlichen Dinge des Alltags alleine ohne fremde Hilfe zu meistern.

Angehörige sind in vielen Fällen mit der Betreuung überfordert. Denn diese Arbeit ist oft sehr zeitintensiv und erfordert hohen physischen und psychischen Einsatz. Da pflegende Angehörige häufig neben der Betreuung auch noch ein Berufsleben besitzen und die eigene Familie versorgen müssen, geraten sie schnell an die Grenzen der Belastbarkeit. Aus diesem Grund werden pflegende Angehörige oft krank und erleiden Depressionen.

Bei einer häuslichen 24h-Pflege wohnt die Betreuungskraft im Haushalt des Pflegebedürftigen. Sie unterstützt ihn bei allen Formen der Grundpflege. Außerdem überimmt sie alle hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die der Hilfsbedürftige nicht mehr verrichten kann. Die Betreuungskraft leistet Gesellschaft und sorgt für Beschäftigung und Wohlbefinden. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Welche Vorraussetzungen müssen gegeben sein?

Zunächst ist es eine notwendige Bedingung, dass ein separates Gästezimmer für die Betreuungskraft zur Verfügung gestellt werden kann. Es muss einfach einen Rückzugsort für die betreuungsfreien Zeiten geben. Dort sollte sich die Betreuunskraft auch wohl fühlen. Zum anderen muss auch eine Vertrauensbasis hergestellt werden. Denn schließlich soll sich die Betreuerin über mehrere Wochen und sogar Monate in der privaten Wohnung oder im Haus des Pflegebedürftigen aufhalten.

Eine sorgfältige Auswahl der “richtigen” Betreuerin ist deshalb besonders wichtig. Sie muss gut zur Pflegefamilie und zur hilfsbedürftigen Person passen. Deshalb stehen wir auf dem Standpunkt, dass schon vor der Anreise unbedingt Kontakt aufgenommen werden sollte. Auch sollte eine Betreuungskraft in jedem Fall gut deutsch sprechen können. Idealerweise besitzt sie eine mehrjährige Erfahrung in der Pflege.

Wie ist diese wertvolle Unterstützung finanzierbar?

Trotz umfangreicher Leistungen des Staates, die ab Januar 2017 durch das Pflegestärkungsgesetz sogar noch ausgeweitet werden, bleiben sowohl bei der stationären als auch bei der ambulanten Pflege Finanzierungslücken bestehen. Die durchschnittlichen Kosten für die Betreuung in einem Pflegeheim sind weiter gestiegen. Im bundesweitem Durchschnitt betragen gegenwärtig die Kosten (bei Pflegegrad 4) für eine vollstationäre Pflege monatlich etwa 3.570 Euro. Das Pflegegeld beträgt hierfür ab Januar 2017 monatlich 1.612 Euro. Die Differenz von 1.958 Euro müssen also die Pflegebedürfigen selbst sowie deren Angehörige erbringen. Es ist daher nur zu verständlich, dass bereits in jungen Jahren eine zusätzliche Pflegeversicherung finanziert werden sollte.

Auch bei einer häuslichen Pflege bleiben die finanziellen Zuschüsse begrenzt. Eine Haushaltshilfe der 24 Stunden Betreuung zu hause kostet zwischen 2.000 bis 2.500 Euro im Monat. Der genaue Preis richtet sich nach dem tatsächlichen Aufwand der Betreuung. Viele Agenturen machen auch unterschiede Preise je nach Sprachkenntnissen der Betreuungskräfte. Zuzüglich entstehen Kosten für die An- und Abfahrt sowie für freie Kost und Logis. Im Gegensatz zur vollstationären Betreuung werden bei der häuslichen Pflege allerdings nur monatlich 728 Euro von der Pflegekasse überwiesen.

Durch Zahlung von Verhinderungspflege und Kurzzeitpflegegeld können weitere 201,50 Euro (im Jahr gesamt 2.418 Euro) monatlich in Anspruch genommen werden. Selbst wenn wir also vom teuersten Fall für eine häusliche Betreuung (also monatlich 2.500 Euro) ausgehen, ergibt sich eine Finanzierungslücke von 1.570,50 Euro. Das ist aber immer noch ein Vorteil von 388 Euro im Vergleich zum oben geschilderten Beispiel der stationären Betreuung im Pflegeheim.

Wie ist der Ablauf?

Bevor Sie sich für eine 24 Stunden Betreuung entscheiden, sind umfassende Informationen wichtig. Bei uns können Sie sich telefonisch kompetent beraten lassen. Ermitteln Sie außerdem den genauen Bedarf. Für welche Tätigkeiten genau benötigen Sie und Ihr pflegebedürftiger Angehöriger Unterstützung. Welche Tätigkeiten können noch alleine oder durch die Familie übernommen werden? Wie sollen die Betreuungszeiten und die Freizeiten geregelt werden? Was ist sonst noch zu beachten? Holen Sie sich anschließend ein Angebot ein.

Wenn Sie einen Vermittlungsvertrag unterzeichnet haben, bekommen Sie von uns mehrere Profile von interessierten Betreuungskräften. Wählen Sie in Ruhe die passende Betreuungskraft aus. Wir organisieren ein telefonisches Kennenlerngespräch. Wenn die Entscheidung getroffen ist, wird der Beginn der Betreuung sowie die Anreise geplant. Ist die Haushaltshilfe angereist, wird vor Ort ein Dienstleistungsvertrag unterzeichnet. Nach spätestens zwei Monaten sollte ein Wechsel mit einer anderen Betreuungskraft erfolgen.

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