Gästezimmer oder Wohngemeinschaft?


Gemeinsam Wohnen mit der Pflegekraft

Sie haben sich für eine 24-Stunden-Pflege entschieden. Und Sie können der jeweiligen Betreuungskraft ein Gästezimmer anbieten. Wie sollte ein Gästezimmer eingerichtet sein, bevor die Pflegekraft anreist?

Ein separates Gästezimmer

Gästezimmer oder Wohngemeinschaft

Für die Betreuungskraft sollte immer ein separates Gästezimmer zur Verfügung stehen.

Ihre Pflegekraft benötigt für den Betreuungszeitraum ein eigenes möbliertes Zimmer. Dieses kann sich am besten direkt in der Wohnung, dem Haus oder auch in der nahen Umgebung befinden.

Die Privatsphäre Ihrer Pflegekraft ist selbstverständlich sehr wichtig und muss unbedingt respektiert und gewährleistet sein.

Ein Gästezimmer sollte auch immer gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Bedenken Sie bitte, das die Betreuerin über Wochen und Monate in eine fremde Umgebung zieht, weit entfernt von ihrer Heimat und ihrer eigenen Familie. Ein separates Gästezimmer sollte also immer mit einem Bett, einem Tisch und einem Kleiderschrank ausgestattet sein.

Zur Verdunklung sollten vor dem Fenster Vorhänge angebracht werden. Ideaerweise sollte in dem Zimmer ebenfalls der freie Zugang zu Information und Medien möglich sein, also ein Radio und ein Fernseher vorhanden sein. Nicht immer kann das gewährleistet werden. Dann aber sollte Ihre Pflegekraft die Möglichkeit haben, in einem anderen Zimmer Fernsehen und Radio zu nutzen.

Die Betreuerinnen wollen natürlich auch regelmäßig mit ihrer eigenen Familie zuhause kommunizieren. Das heisst, es sollte auch innerhalb der Wohnung oder des Hauses die Benutzung eines Telefons möglich sein. Stellen Sie bereits vorher klare Regeln auf. Es kann natürlich nicht sein, dass eine polnische Pflegekraft auf Ihre Kosten täglich über mehrere Stunden mit ihren Freundinnen im Ausland telefoniert. Ein angemessener Zeitraum für Telefongespräche in die Heimat sollte aber unbedingt möglich sein.

Unser Tipp: Die Telefonanbieter bieten alle zu ihren Flat-Rates für einen monatlich geringen Aufschlag Zusatzoptionen an, bei denen in bestimmte Länder wie Polen oder Ungarn telefoniert werden kann.

Noch wichtiger als Telefon ist für viele Betreuerinnen die kostenlose Nutzung des Internets über einen W-LAN-Zugang. Viele nutzen bereits die modernen Kommunikationsmedien wie „Whats-App“ oder „Skype“, um sich mit ihren Familienmitgliedern in der Heimat auszutauschen. Wir haben sogar die Erfahrung machen müssen, dass es sehr viel schwieriger ist, überhaupt geeignete Betreuungskräft zu finden, wenn kein Internet vorhanden ist.

Unser Tipp: Wenn kein Internet vorhanden sein sollte. Viele bekannte Diskounter in Deutschland bieten Prepaid-Karten sehr günsti zum surfen und telefonieren an. Die Karten haben ein begrenztes Datenvolumen und sind monatlich kündbar.

Eine weitere Möglichkeit – die Senioren WG

Ein immer beliebter werdende alternative Wohnform ist die Senioren-WG. Einige pflegebedürftige Menschen möchten lieber in Gemeinschaft mit anderen Senioren zusammen leben. Eine Wohngemeinschaft ist lebhafter und unterhaltsamer. Andere haben nicht die Möglichkeit, ein separates Gästezimmer zur Verfügung zu stellen, weil ihr Haus oder die Wohnung zu klein ist. Trotzdem suchen sie eine Alternative zur Heimunterbringung.

Senioren, die sich für diese Wohnform entscheiden, sind praktisch selbständige Mieter. Sie bringen ihre eigen Möbel mit und lassen sich ihr Zimmer nach den eigenen Vorstellungen einrichten. Auch sind sie nicht an strenge Regularien gebunden, wie es stationäre Heimanlagen vorsehen. Sie bleiben selbständig – Regeln bestimmen sie selbst zusammen mit der WG-Gemeinschaft. Dabei müssen sie auch nicht ihren Stadtteil verlassen. Alles Vertraute, wie Freunde, Bekannte, Ärzte aber auch Restaurants oder Parks bleiben in unmittelbarer Umgebung.

Unterstützend kommt täglich ein ambulanter Pflegedienst um kümmert sich um die notwendigen medizinischen Behandlungen. Für die Versorgung und Betreuung sind hier 24-Stunden-Pflegekräfte ideal. Sie sorgen für Hygiene und Sauberkeit, reinigen die Wohnung, gehen Einkaufen und bereiten die Mahlzeiten zu. Natürlich bieten auch sie Gesellschaft. Schließlich gehören sie ja auch mit zur Wohngemeinschaft.

Ebenfalls ist eine Senioren-WG auch preiswerter. Weil eine Pflegekraft bis zu drei Bewohner einer Wohngemeinschaft betreuen kann, sind die Kosten niedriger als bei einer Eins-zu-Eins Betreuung in der eigenen Wohnung.

Wir helfen Ihnen sehr gern dabei, eine passende Wohngemeinschaft zu finden oder zu gründen.